6 zentrale Wege der Personalgewinnung

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Der Fachkräftemangel ist nach wie vor ein Problem, mit welchem sich viele Branchen konfrontiert sehen. Wo einige ihn kaum bemerken, sind andere hingehen umso stärker betroffen. Besonders die Pflegebranche, Wohlfahrtsverbände oder gemeinnützige Organisationen suchen händeringend nach Pflege- und Fachkräften. Der Begriff des Pflegenotstands ist in der Gesellschaft angekommen und hat sich durch die Coronapandemie noch weiter verschärft. Die Zahlen der Deutschen Krankenhausgesellschaft sind erschreckend und wahrscheinlich ist die tatsächliche Situation noch dramatischer. Bis 2030 werden 187.000 Fachkräfte in Vollzeit gebraucht. Alleine in den Krankenhäusern fehlen 63.000 ausgebildete Arbeitskräfte, bei den stationären Einrichtungen 51.000. In der ambulanten Pflege ist die Lage mit rund 73.000 nicht besetzten Stellen mehr als prekär. Eine weitere wichtige Zahl macht deutlich, wie schwer die Besetzung der Positionen ist, wenn über 180 Tage dafür nötig sind. Nein, der Fachkräftemangel kann nicht behoben werden. Wie kann man trotzdem dieser Herausforderung  begegnen? Alle Möglichkeiten voll ausschöpfen, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und mutig neue Wege gehen.

Fachkräftemangel und Personalbeschaffung: lassen Sie nichts unversucht und optimieren Sie Ihr Recruiting

Nein, Sie werden den Fachkräftemangel nicht vollständig beheben. Einen Zauberweg gibt es nicht, daher gilt es mit den Rahmenbedingungen bestmöglich umzugehen. Die Digitalisierung ist dabei ein wichtiger Bestandteil zur Pflege 4.0. Dabei wird das Recruiting neu gedacht. Wir verraten Ihnen, was es zu beachten gilt und wie Sie das Meiste aus Ihrem Recruiting herausholen!

#1 Optimale Stellenanzeigen & ein übersichtliches Karriereportal als zentrale Anlaufstelle

Die wichtigste Grundlage Ihrer Personalgewinnung! Sowohl Stellenanzeigen, als auch Karriereportal sollten zu Ihrer Unternehmenskultur passen. Integrieren Sie für einen besonders positiven ersten Eindruck Videos oder Foto-Slideshows. Das trägt von Beginn an zu einer erfolgreichen Erfahrung Ihrer Bewerber bei und unterstützt Ihr Employer Branding. Außerdem sollte Ihr Karriereportal nicht nur als Web-Version eine gute Figur machen. Viele Jobsuchende und vor allem viele junge Menschen nutzen ihr Smartphone für die Recherche nach Stellenanzeigen. Daher sollten Sie darauf achten, dass Ihr Karriereportal mobil optimiert ist. Pflege und Social Media passt nicht zusammen? Doch! Viele Jobsuchende informieren sich über Facebook und Co. Achten Sie daher auf die Möglichkeit für One-Klick-Bewerbungen direkt über die integrierten sozialen- und Businessnetzwerke und sammeln Sie nicht nur Pluspunkte, sondern auch Bewerber. Es spart einfach Zeit und Mühe und senkt somit die Bewerbungshemmschwelle. Veraltete Verfahren wie E-Mail-Bewerbungen per PDF haben längst ausgedient und sollten in Ihren Prozessen keinen Platz mehr finden. Last but not least: gerade in der Pflege geht es auch darum, Bewerber aus dem Ausland auf die eigene Karriereseite zu lenken. Mehrsprachigkeit ist da ein Muss.

#2 Employer Branding

Stellenanzeigen und Karriereseite dienen nicht nur der Information der Bewerber. Viele unterschätzen beide Mittel als ersten Berührungspunkt mit dem Unternehmen und deren Bedeutung für das Employer Branding. Sie sind oftmals die erste Chance – und manchmal auch die einzige – sich und Ihr Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren. Viele Unternehmen investieren auf ihren Websites viel Mühe darin, das Leistungsportfolio und Angebotsspektrum darzustellen, vergessen aber, dass die Darstellung als Arbeitgeber gegenüber Bewerbern mindestens genauso wichtig ist. Um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen und den Bewerber für sich zu gewinnen, sollten Sie auf Transparenz, Informationsgehalt und Authentizität achten. Gerade in hart umkämpften Branchen wie der Pflege sollten Sie zeigen, welche Benefits Sie als Arbeitgeber auszeichnen, wie die Arbeitsatmosphäre ist und welche Kollegen auf Ihre Bewerber warten.

#3 Multiposting und SEO Optimierung für mehr Reichweite

Wenn Ihre Karriereseite mit allen nötigen Funktionen steht, muss sie nur noch gefunden werden. Denn ohne Sichtbarkeit, keine Bewerbungen. Neben der SEO-Optimierung des Karriereportals und der Stellenanzeigen ist ein Multiposting-Tool das Mittel der Wahl. Es teilt Ihre Stellenanzeigen auf allen gängigen Jobbörsen – auch auf den auf die Pflegebranche spezialisierten – und erhöht damit die Reichweite. Mit der SEO Optimierung, Google for Jobs und der Funktion des Teilens auf allen gängigen Social Media Kanälen – dem Social Media Sharing – treten Ihre Stellenanzeigen ins Rampenlicht. Mit den Optionen zur One-Klick-Bewerbung via XING, LinkedIn sowie Facebook nehmen Sie zusätzlich Hürden und vereinfachen den Bewerbungsprozess.

 #4 Active Sourcing & Talentmanagement

Ohne Active Souring geht es in Branchen mit Fachkräftemangel schon lange nicht mehr. Mit Hilfe der selbst initiierten Suche und Ansprache von Fachkräften über Business und Soziale Medien erreichen Sie auch nicht aktiv Suchende. Zugegeben, Aktive Sourcing ist in der Pflegebranche (noch) nicht bei allen angekommen. Um Ihrer Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein, lohnt es sich jedoch, diesen Weg einzuschlagen! Es ermöglicht, gezielt Kandidaten zu finden, die Ihren Anforderungen entsprechen. Haben Sie diese ausfindig gemacht, können Sie diese direkt über die Nachrichtenfunktion der sozialen Kanäle kontaktieren. Dadurch werden sie aktiv auf Ihr Unternehmen sowie auf zu besetzende Positionen aufmerksam gemacht. Im In- und Ausland.  Doch damit nicht genug: im Rahmen des aktiven Talentmanagements heißt es, mit den gefundenen Talenten im Kontakt zu bleiben. Wenn heute kein Interesse an einem Jobwechsel besteht, kann dies Morgen schon ganz anders aussehen. Gezielte Jobupdates, Newsletter Kampagnen u.ä. sind erfolgreiche Maßnahmen, um im Gespräch und auch Gedächtnis zu bleiben.

#5 Mitarbeiter werben Mitarbeiter

In der Pflegebranche kennt man sich. Eine hohe Fluktuationsrate bringt mit sich, dass Pflegepersonal tendenziell mit vielen verschiedenen Kollegen und Teams in Kontakt kommt. Warum also nicht das Netzwerk des eigenen Personals nutzen? Keine Empfehlungen sind so vertrauenswürdig, wie die aus eigener Erfahrung. Und keine Werbung ist so effektiv und kostengünstig, wie die von Ihren zufriedenen Mitarbeitenden! Nutzen Sie diese Wirkung und setzten Sie auf Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter! Laden Sie dazu einfach Ihre Mitarbeitenden und Ihr Netzwerk ein, aktiv offene Stellen zu teilen und zu bewerben. Mit dem digitalen Empfehlungsmanagement kann der Status der Empfehlungen transparent nachverfolgt und Incentive Programme etabliert werden. Damit motivieren Sie nicht nur Ihre Mitarbeitenden, sondern reduzieren auch die Cost-per-hire und stärken Ihr Employer Branding!

#6 Einbindung von Personaldienstleistern

Nein, dieser Tipp ist nicht neu, aber nicht jeder verfolgt ihn auch, weil er vordergründig erst einmal mit Kosten verbunden ist. Richtig, die Beauftragung einer Agentur für die Personalsuche und -beschaffung oder für die Arbeitnehmerüberlassung ist nicht umsonst. Dagegen muss man allerdings sehen, was es kostet, wenn eine Position unbesetzt bleibt bzw. der Besetzungszeitraum immens lang ist. Die Digitalisierung ist auch hier ein Treiber, um Prozesse deutlich zu vereinfachen und transparent zu gestalten. Durch die Anbindung des Personaldienstleisters an das eigene Bewerbermanagementsystem wird ein Teil der Arbeit abgenommen: Positionen werden eingestellt, Bewerber darauf zugewiesen und die Unterlagen hochgeladen.

Mit unseren Tipps wird sich der Fachkräftemangel nicht in Luft auflösen. Aber, Sie haben mehr Instrumente in der Hand, um sich ihm entgegen zu stemmen. Als Fazit gilt: Die Digitalisierung mit all ihren Instrumenten und Möglichkeiten des modernen Recruiting ist in stark vom Fachkräftemangel betroffenen Branchen, wie in der Pflege, ein wichtiger Meilensteil zu mehr Sichtbarkeit am Arbeitgebermarkt.

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